Moghbazar unter Wasser

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Gestern Morgen gab es kräftige Regenschauer. Der Markt bei mir um die Ecke stand daraufhin knöcheltief unter Wasser. Dass ich mich als Ausländerin in die braune Brühe wage und diese scheinbar auch noch fotogen finde, amüsiert die einheimischen Marktbesucher. Sie halten diese ungewöhnliche Szene wiederum mit ihren Mobiltelefonen fest. Es entstehen ein paar herzliche Begegnungen. Einer der Ladenbesitzer schenkt mir ein Softdrink und Baby und ihre Tochter Elisia laden mich spontan in ihr Haus ein. Unter den Augen der halben Verwandtschaft werde ich dort mit unterschiedlich süssen und scharfen Mango- und anderen Fruchtpickles gefüttert. Als Baby mir nach dem Essen die Behälter zeigt, in der die Pickles aufbewahrt werden, übersehe ich geflissentlich, dass an einigen Stellen Schimmel angesetzt hat.

Nach dem Essen wird mir das Hochzeitsalbum unter die Nase gehalten. Während ich das Album durchblättere, kämmt und frisiert mir Baby’s Nichte die Haare. Gleichzeitig ruft Baby ihren Ehemann an. Ihre Stimme tönt aufgeregt, verstehen tue ich allerdings nur meinen Namen und Switzerland. Kurze Zeit später kommt der Hausherr nach Hause und erweist mir seine Ehre. Er öffnet sogar extra eine Kokosnuss für den fremden Gast. Die Spontanität und Gastfreundschaft in Bangladesch ist riesig. Und was man hat, das wird geteilt.

Als ich nach Hause zurückkehre, ist mein Salwar Kameez (weite Hosen und lange Bluse) sowie die Schuhe nass und dreckig. Doch der Ausflug hat sich allemal gelohnt.

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Elisia und ihr Vater
Elisia und ihr Vater

Für den Gast gibt es eine Kokosnuss
Für den Gast gibt es eine Kokosnuss

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