Warum Zémbidjans zu meinem Haupt-Fortbewegungsmittel in Benin wurden

Die Fortbewegung in Benin ist einiges anders als man sich dies von anderen Weltregionen gewohnt ist. Klassische öffentliche Verkehrssysteme gibt es in Benin keine. Zwischen den Städten fahren grosse Reisebusse für eine gutbetuchtere Klientel. Alle anderen verwenden sogenannte «Bushtaxis» oder «Tokpa-Tokpa». Normale Autos, in die man so viele Leute wie möglich presst, zu sehr günstigen… Warum Zémbidjans zu meinem Haupt-Fortbewegungsmittel in Benin wurden weiterlesen

Bogotá und das Wasser: Es ist kompliziert

Während die Strassen Bogotás wegen täglichen starken Regenfällen im Wasser versinken, rationiert die Stadt das Trinkwasser.  Im April haben Behörden die kolumbianische Hauptstadt in neun Zonen unterteilt. Jeden Tag wird einer Zone die Wasserzufuhr gekappt. In dieser Zeit kann nicht geduscht werden, die Toilette können nicht gespült werden und der Abwasch bleibt liegen. Offiziell wird… Bogotá und das Wasser: Es ist kompliziert weiterlesen

Malariapanik endet im ghanaischen Spital

Es ist nicht so, dass ich bei Fieber gleich ins Spital fahre. Aber hier in Ghana schrillen bei erhöhter Körpertemperatur schnell die Alarmglocken. Jeder Mückenstich könnte schliesslich Malaria bedeuten. So habe ich meine Samstagnacht unverhofft in einem unvergesslichen Spital verbracht. Eigentlich begann der Abend entspannt. Mit einer Freundin besuchte ich ein Jazzkonzert. Zu Trompetenklängen, gemischt… Malariapanik endet im ghanaischen Spital weiterlesen

Der Unterschied – Wie Kultur Welten trennt und verbindet

Meine Zeit in Nepal neigt sich dem Ende zu und vielleicht das überraschendste Ergebnis ist meine neu gefundene, beziehungsweise aufgefrischte Liebe zu Kunst und Kultur. Natürlich habe ich die Plädoyers der Kulturschaffenden für Unterstützung während der Pandemie wohlwollend nickend gelesen. Ich war ganz ihrer Meinung, dass man sie nicht abserbeln lassen sollte. Kultur ist ganz… Der Unterschied – Wie Kultur Welten trennt und verbindet weiterlesen

Taub im Namen Gottes: Ein Besuch eines Gottesdienstes in Tansania

Ja, Religion spielt eine grosse Rolle in Tansania. Auf den Dalla Dallas, das sind die öffentlichen Busse, sind oft Sprüche wie «Jesus loves you» oder «God bless you» aufgemalt. In Dar es Salaam findet man an jeder Ecke eine Kirche, an jeder zweiten Ecke steht eine Moschee. 63% der Bevölkerung sind Christen, 34% Muslime. Der… Taub im Namen Gottes: Ein Besuch eines Gottesdienstes in Tansania weiterlesen

Taxi-Smalltalk – Nepal Edition

Nepal hat sein eigenes Uber. Eigentlich sogar zwei: Pathao und InDrive. Niemand verbringt mehr als drei Tage in Kathmandu, ohne sich diese zwei Apps auf das Handy zu pfeffern. Die Apps funktionieren leicht anders: Pathao schreibt einem einen Preis vor, auf InDrive bietet man als Gast einen Preis an. Die Fahrer können akzeptieren oder mit Gegenangeboten… Taxi-Smalltalk – Nepal Edition weiterlesen

Von Fufu, Tro-Tros und anderen ghanaischen Gewohnheiten

Seit drei Wochen lebe ich nun in Accra und mittlerweile bin ich im lokalen Alltag angekommen. Wenn ich mit Freund:innen und der Familie aus der Schweiz telefoniere, drehen sich die Gespräche oft um die Unterschiede zwischen Ghana und der Schweiz. Bei Stromausfall zünde ich meine zwei Notfallkerzen an, bis der Generator anspringt. Und wenn es… Von Fufu, Tro-Tros und anderen ghanaischen Gewohnheiten weiterlesen

Boulot chez Deeman Radio: Kulturradio auf Französisch, Baatoonu und Fulbe

Ich bin nun in der dritten Woche in Benin. Inzwischen habe ich mich an den Rhythmus hier gewöhnt. Mein Highlight ist die Arbeit bei Deeman Radio. Das private Lokalradio in Parakou sendet über fast den gesamten Norden des Landes. Gesamthaft sind es 18 Leute, die für Deeman arbeiten, davon nur eine Frau – die Sekretärin.… Boulot chez Deeman Radio: Kulturradio auf Französisch, Baatoonu und Fulbe weiterlesen

Mit dem Schnellzug durch Tansania: Begegnungen und Fragen des Glaubens

In dieser Woche hatte ich zum ersten Mal die Diskussion, die ich schon zu Beginn meines Aufenthalts hier erwartete. Gefragt, ob ich an Gott glaube, wurde ich schon oft. Die abschlägige Antwort wurde immer diskussionslos akzeptiert. Doch über die Gründe meines Ungläubigkeit wurde ich bis zur vergangenen Woche nicht ausgefragt. Die Diskussion ereignete sich nicht… Mit dem Schnellzug durch Tansania: Begegnungen und Fragen des Glaubens weiterlesen

Bin ich sponsored content?

Dieser Text ist eine persönliche Reflexion der Autorin. Meine Zeit bei der Kathmandu Post ist das zweite Mal in meinem Leben, dass ich Geld vom eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten erhalte. Das erste Mal habe ich auch tatsächlich fürs EDA gearbeitet, ich habe während dem Studium ein Hochschulpraktikum auf einer Botschaft gemacht. Dieses Mal ist… Bin ich sponsored content? weiterlesen

Besuch eines Oppositionspolitikers und aufgehobene Online-Sperre auf der Redaktion in Tansania

Der Regen ist nach der Trockenzeit zurück in Dar es Salaam. In der Nacht trommelt er auf die Wellblechdächer und verschluckt alle anderen Geräusche. Den Muezzin hört man nicht mehr, das Gejohle des übertragenen Fussballmatchs und auch das Gegacker der Hühner und Muhen der Kühe in der Nachbarschaft werden übertönt. Mit dem Regen kommt auch… Besuch eines Oppositionspolitikers und aufgehobene Online-Sperre auf der Redaktion in Tansania weiterlesen

Zwei Monate in Benin: Das Abenteuer beginnt

Die 30 Meter hohe Amazone in Cotonou erinnert an eine Militäreinheit nur aus Frauen des Königreichs Dahomey (etwa heutiges Benin).

Wo soll ich nur anfangen? Ich bin jetzt knapp zehn Tage in Benin. Mein Leben hat sich um 180 Grad verändert. Erzählen könnte ich stundenlang. Praktisch jeden Tag erlebe ich irgendetwas Erwähnenswertes.  Vor der Stage wusste ich praktisch nichts über dieses kleine Land in Westafrika. Auch von meinem Umfeld bekam ich unterschiedliche Reaktionen bei der… Zwei Monate in Benin: Das Abenteuer beginnt weiterlesen

«Akwaaba» – Willkommen in Ghana

Eine Woche vor Beginn meiner Arbeit reise ich nach Ghana, um Land und Kultur auf eigene Faust zu erkunden. Vieles ist neu, ungewohnt und manchmal auch etwas anstrengend, doch in einem bin ich mir sicher: Ich bin willkommen. Oder, wie mich die Ghanaer und Ghanaerinnen im hier oftmals gesprochenen Dialekt Twi begrüssen: «Akwaaba». Schon nach… «Akwaaba» – Willkommen in Ghana weiterlesen

Sicherheitskontrollen, lange Arbeitstage und engagierte Journalistinnen in Kolumbien

An meinem ersten Tag bei «El Espectador» in Kolumbien dauerte es eine geschlagene Stunde, bis ich in die Redaktion gelassen wurde. Vor dem Eingang stehen mehrere Sicherheitsleute mit Hunden. Sprengstoffhunde, wie ich später erfuhr. Am Empfang wurde mein Pass kontrolliert – von mehreren Personen. Sie waren sich nicht sicher, ob er echt ist. Erst die… Sicherheitskontrollen, lange Arbeitstage und engagierte Journalistinnen in Kolumbien weiterlesen

«Mambo Mzungu»: Journalismus unter erschwerten Bedingungen in Tansania

Knapp 11’000 Kilometer liegen zwischen „meiner“ Redaktion an der Zuchwilerstrasse in Solothurn und jener an der Mandela Road. Trotz dieser grossen Entfernung sieht der Arbeitsalltag erstaunlich ähnlich aus, wie ich in meiner ersten Woche in Dar es Salaam beobachten konnte. Am Morgen wird die Redaktionssitzung abgehalten. Die gestrige Zeitung wird besprochen, Themen für die Morgige… «Mambo Mzungu»: Journalismus unter erschwerten Bedingungen in Tansania weiterlesen

Fitnesspausen, Emojis und Freiheit: Mein Leben in der Onlineredaktion in Peru

Durchschwitzt von der dichtgedrängten Busfahrt, eile ich auch nach einigen Wochen manchmal noch zehn oder sogar 20 Minuten zu spät ins Büro. Wie unangenehm! Das entspricht so gar nicht der Schweizer Pünktlichkeit. Der Weg zur Arbeit ist aber auch ein Abenteuer für sich: Bevor ich überhaupt in den Bus einsteigen kann, reiht sich eine lange… Fitnesspausen, Emojis und Freiheit: Mein Leben in der Onlineredaktion in Peru weiterlesen

Ankommen in Nepal: «Do you know Interlaken?»

Ich bin jetzt zwei Wochen in Kathmandu, alle sind nett mit mir, das Essen schmeckt, die Sonne scheint. Die obligatorischen Ankunftsschocks sind moderat, hier trotzdem eine Top-6. 1. Willkommen in der 6-Tage-Woche Ich werde schon einen Tag vor eigentlichem Antritt ins Büro bestellt. Es ist Sonntag und ich leicht irritiert, werde dann aber informiert: Nepal… Ankommen in Nepal: «Do you know Interlaken?» weiterlesen

Küsschen statt Händedruck: Meine ersten Wochen in Peru

«Bienvenidos a Peru». Mit diesen Begrüssungsworten von Verwandten erreiche ich die Hauptstadt Lima, zehn Tage vor Beginn meiner Arbeit bei der Tageszeitung «La República». Nachdem ich bereits im Juli mit einer ehemaligen Arbeitskollegin touristische Highlights wie den Machu Picchu erkundet, die Nazca-Linien bestaunt, den peruanischen Nationalfeiertag zelebriert und auf einer schwimmenden Schilfinsel bei den Urus,… Küsschen statt Händedruck: Meine ersten Wochen in Peru weiterlesen

Klimajournalismus in Afrika: Ausbildung, Herausforderungen und Lösungsansätze

Zeynab Wandati ist heute eine der bekanntesten Klimajournalist:innen in Kenia. Doch sie sagt: „Nach dem Journalismus-Studium konnte ich zwar etwas zur Dürre im Dorf schreiben. Aber eigentlich hatte ich keine Ahnung.“ Wandati und rund 50 andere Personen aus der afrikanischen Medienwelt diskutierten in Nairobi über die Klimakrise, und wie der Journalismus darauf reagieren soll. Organisiert… Klimajournalismus in Afrika: Ausbildung, Herausforderungen und Lösungsansätze weiterlesen

Grosses Vertrauen in die Journalist:innen der kenianischen Medien

Screenshot

In der kenianischen Stadt Nakuru hat die Polizei einen 19-Jährigen festgenommen, der vier Frauen umgebracht haben soll. Es gibt noch keine Verurteilung. Bewiesen ist nichts. Doch “The Standard”, die Zeitung, bei der ich arbeite, und andere lokalen Medien, veröffentlichen am Tag darauf ein Bild des Verdächtigen. Und seinen Namen.  Der junge Mann soll unter anderem… Grosses Vertrauen in die Journalist:innen der kenianischen Medien weiterlesen