Winter’s Growing

Zu meinem 26. Geburtstag habe ich mir ein mobilitätstechnisches Downgrade verordnet. Ich bin gesunken in der Hackordnung von Kathmandus Strassen. Vom Taxi-Niveau auf das Velo-Level. “Watch out, cylists simply don’t exist in the eyes of the others”, hatte mich Akhilesh, mein Chef, vorige Woche gewarnt. Doch irgendwann hat man genug von den allmorgendlichen Preisverhandlungen mit… Winter’s Growing weiterlesen

Burn the ditches…

Das kleine Glastischchen, an dem ich sitze und meine Blogs schreibe, steht an der rechten Wand meines Zimmers. Auf dieser Wand hat sich irgendein nepalesischer Künstler verwirklicht, hat Schwarzweissfotos einer Militärparade mit Kinderbildern, Schriftzeichen und einen Linoldruck mit der Aufschrift “Don’t Give Up” mit Klebebandstreifen verbunden. Rechts des wirren Kunstwerks hängt ein Spiegel. So tief,… Burn the ditches… weiterlesen

Kafka, Käfig, Hexenjagd

Die Journalisten der Kathmandu Post haben ein strenges Leben. Mindestens lässt das der für alle geltende Wochenplan vermuten. Gearbeitet wird an sechs Tagen, von Sonntag bis Freitag. Die Präsenz jedes einzelnen wird mit einem modernen Fingerprint-Scanner unten im Eingangsbereich des Kantipur Publications-Gebäudes überwacht. Bezahlt wird nur, wer sich rechtzeitig anmeldet, und nicht zu früh wieder… Kafka, Käfig, Hexenjagd weiterlesen

Schicht-Journalismus in der Staub-Stadt

20. September 2013 – Gut 500 Meter sind es von meinem Zimmer in Ekantakuna bis zur Bus- und Taxihaltestelle Jawalakhel. Ich gehe die Strecke jeden Morgen, vorbei an kleinen Läden mit allerlei Alltagsramsch, vorbei an Gemüsehändlern, Apfelverkäufern, Schneidereien und Schlachthöfen. Ich steige über Steinhaufen und am Boden liegende Leitungen, wechsle vom aufgebrochenen Gehsteig immer mal… Schicht-Journalismus in der Staub-Stadt weiterlesen

Children. Sponsored by Switzerland

Apfelverkäufer an der Ekantakuna Road.

Es wird Nacht in Kathmandu. Die Quartiere hier im Süden der Stadt sind stockfinster, die kleinen Verkaufslokale der Strassenrandhändler mit rostigen Rollläden versperrt. Auf den Gehsteigen schlafen dick eingepackte Menschen. Wo sich tagsüber die Blechlawine in chaotischen Bahnen durch die Stadt ergiesst und Menschen dicht gedrängt durch die Gassen huschen, bewegt sich nichts mehr. Geisterhaft… Children. Sponsored by Switzerland weiterlesen

Konfrontationen

Die Ekantakuna Road. Hier wohne ich.

16. September 2013 – Wieso tu’ ich mir das eigentlich an? Da die reichste Stadt der Welt, der nahe Uniabschluss, das tiptop aufgeräumte Zimmer, Freunde und Familie. Dort eines der ärmsten, korruptesten und kaputtesten Länder der Welt, weit weg von allem, was ich kenne. Ungewissheit, Dreck, Staub und Stress. Die Schweiz ist seit den 60er Jahren… Konfrontationen weiterlesen