In Myanmar ist Diffamierung ungenau definiert und ein Verbrechen, das mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden kann. Das treibt Journalisten in die Enge. «Muss dein Chef erlauben, was du schreibst?», fragt sie mich. Ich sitze vor einer Frau, deren Job es ist, heikle Informationen zu sammeln. Informationen, die die burmesische Regierung nicht… «66 (d): The defamation menace» weiterlesen
«We are the first generation of journalists»
Wie der AFP-Preisträger Mratt Kyaw Thu seine Zukunft sieht – und wie meine journalistische Euphorie in Myanmar auf Desillusion traf. Viele Burmesen sagen dir ins Gesicht, was sie denken. Wenn sie finden, dass du Babykleider trägst, dann sagen sie es. Und wenn sie deine Story langweilig finden, auch. Die hartnäckigsten dieser Sorte sind die besten… «We are the first generation of journalists» weiterlesen
Der Präsident und die Presse – erste Aufzeichnungen aus der Kampfzone Bolivien
Damals, 2005, sagt die Ressortleiterin, habe sie für Evo gestimmt, habe gedacht, es müsse sich endlich etwas ändern. Doch nun habe der Präsident den Boden unter den Füssen verloren. Selbst die Indigenen, die ihn ins Amt getragen hätten, habe er zur Seite gewischt. Sie gibt ihrem Stuhl einen Ruck, wendet sich ihrem Computer zu, nur… Der Präsident und die Presse – erste Aufzeichnungen aus der Kampfzone Bolivien weiterlesen
«Journalism is not a crime»
Meine ersten zwei Wochen in Myanmar haben mir vor allem Eines gezeigt: Über Journalisten hängt in diesem Land permanent ein Damoklesschwert. Das Schwert richtete sich bereits auf mich, als ich noch in der Schweiz weilte. In dem Sinn begann mein Praktikum lange, bevor ich burmesischen Boden betrat. Es begann mit einem Email von meinem zukünftigen… «Journalism is not a crime» weiterlesen
Wenn Grenzen wandern
Die georgische Fotografin Daro Sulakauri besucht seit Jahren Dörfer entlang der Grenzen zu den abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien. In den von Russland besetzten Gebieten dokumentiert sie ein Phänomen, das seinesgleichen sucht: Grenzlinien, die sich verschieben. Ein Bericht aus Sicht der Fotografin. „Wie fühlt es sich wohl an, nicht zu wissen, ob das eigene Haus… Wenn Grenzen wandern weiterlesen
Journalistinnen im Dauereinsatz
Als ich vor rund zwei Monaten auf der Redaktion des „Georgian Journal“ begann, hatte das zweiköpfige Team gerade den Auftrag bekommen, seine Leserzahl bis Ende 2017 zu verdreifachen. Ohne zusätzliches Personal oder anderweitige Ressourcen. Ende Oktober hatte die Webplattform rund 2000 Besucher pro Tag, 6000 sollten es bis Ende Dezember werden. Schon unter gewöhnlichen Bedingungen… Journalistinnen im Dauereinsatz weiterlesen
Le cacao de l’espoir au Nicaragua
Le projet PROCACAO devrait permettre aux paysans de la région minière du nord du Nicaragua de produire un cacao de très haute qualité et de sortir de la pauvreté. Le cacao fait partie de l’histoire du Nicaragua. Du temps des mayas déjà, ses fèves servaient de monnaie et le chocolat était considéré comme… Le cacao de l’espoir au Nicaragua weiterlesen
L’Yverdonnois Georges Duriaux est le prince des oiseaux du Nicaragua
Écotourisme L’ancien coopérant a créé l’une des réserves naturelles les plus importantes de ce pays d’Amérique centrale. Et a marié habilement tourisme et production de café pour vivre de sa passion: l’ornithologie Photo Valerian Mazataud C’est au Nicaragua, à 170 kilomètres de la capitale et à plusieurs milliers de son Yverdon (VD) natal, que… L’Yverdonnois Georges Duriaux est le prince des oiseaux du Nicaragua weiterlesen
Dem Papst auf den Fersen
Am Dienstagabend, um 23 Uhr leuchtete die Nachricht auf meinem Handy auf: „Es tut mir leid, alle Karten sind weg.“ Damit schwand die letzte Hoffnung, doch noch in das Stadion Kyaikkasan Ground zu kommen. Dahin, wo am nächsten Morgen Papst Franziskus als erstes Kirchenoberhaupt eine Messe in Myanmar halten wird. Ein Auftritt, der bereits im… Dem Papst auf den Fersen weiterlesen
Nachtrag aus Tansania
Einige haben besorgt gefragt, ob ich die letzten zwei Monate ohne Presseausweis keine Zeile geschrieben habe. Nun nachdem ich ausser Landes bin, kann ich es ja offen sagen: Ich habe durchaus einige Texte geschrieben. Hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Nachtrag 2: Beim Citizen passieren wunderliche Dinge. Seit mehr… Nachtrag aus Tansania weiterlesen
Georgien und die Liebe zu Traditionen
Ihr Ruf eilt den Georgierinnen und Georgiern voraus. Schon lange vor meiner Ankunft wusste ich aus Berichten von Bekannten von den Vorzügen dieses Landes. Georgienreisende erzählten mit Ausrufezeichen in der Stimme: die Natur! das Essen! der Wein! die Gastfreundschaft! Die Georgier selbst würden anfügen: die Traditionen! Denn die Georgierinnen und Georgier sind stolz auf ihr… Georgien und die Liebe zu Traditionen weiterlesen
Schluss mit der Drittwelt-Romantik – der Versuch einer Bilanz
„Have you enjoyed your time in Tanzania?“ Die Frage meines Arbeitskollegen klang harmlos, doch eigentlich erzählt die Antwort darauf die ganze Geschichte meines Aufenthalts. Ich druckste herum, sprach von einer super Erfahrung, schönen Begegnungen, wichtigen Erkenntnissen, aber im Grunde genommen blieb die Grundaussage dieselbe: Von „enjoy“ kann nicht wirklich die Rede sein. Es war auch… Schluss mit der Drittwelt-Romantik – der Versuch einer Bilanz weiterlesen
Avec humour, El Techo parle des quartiers populaires de la Havane
Yasmani, Anita et Vito sont trois jeunes cubains. Comme s’ils ne faisaient pas assez confiance au monde extérieur pour descendre dans la rue, leur seul horizon consiste en une infinité de toits. Présenté dans le cadre du festival de cinéma Ibéro-Américain, le film a fait rire les spectateurs du Ciné Galerias (un des innombrables centres… Avec humour, El Techo parle des quartiers populaires de la Havane weiterlesen
Myanmars Frauen – oder wie eine Zahnärztin gegen eine Nuss kämpft
Mindestens alle 15 Minuten rutscht ein Zahn in den gelben Becher. Aye Muyar Soe arbeitet im Akkord. Die Zahnärztin bohrt, versiegelt Füllungen und zieht Zahn um Zahn. Unter ihren routinierten Handgriffen spannen sich die Muskeln der Kinder. Mädchen und Buben liegen auf dem Zahnarztstuhl – die meisten nicht zum ersten Mal. Es sind Kinder im… Myanmars Frauen – oder wie eine Zahnärztin gegen eine Nuss kämpft weiterlesen
Zensur, mangelnde Erreichbarkeit und Existenzängste: Über die Umstände der journalistischen Arbeit in Tansania
Gerne würde ich die Sache totschweigen, aber weil sich die Arbeitsbewilligung wohl oder übel zum roten Faden dieses Blogs entwickelt hat, halt doch ein paar Worte: Beim Information Service in Dodoma ist man sich offenbar unsicher, wie zu verfahren ist. Nun überlegt man sich, auch noch das Ministerium für Industrie und Handel einzuschalten. Das wären… Zensur, mangelnde Erreichbarkeit und Existenzängste: Über die Umstände der journalistischen Arbeit in Tansania weiterlesen
Ein Regenbogen spaltet ein Land
Ein Stück Stoff prägte meine erste Woche auf der Redaktion des „Georgian Journal“ in Tbilisi. Fussball-Star Guram Kashia trug dieses Stück Stoff, ein regenbogenfarbenes Armband, bei einem Spiel in Holland. Und löste damit Proteststürme in seiner Heimat Georgien aus. Guram Kashia ist Mitglied des Georgischen Nationalteams und Captain des Fussballvereins Vitesse Arnheim. Wie viele andere… Ein Regenbogen spaltet ein Land weiterlesen
Leicht verdauliche Fotoalben und eine Magen-Darm-Grippe
Vielleicht erinnern sich einige. Vor zwei Wochen habe ich noch auf meinen Presseausweis gewartet. Und heute… ist es nicht anders. Die Migrationsbehörde hat inzwischen bestätigt, was schon immer klar war: Mein Visum reicht für einen Presseausweis. Damit könnte mir der Information Service in Dar es Salaam nun eigentlich den Wisch ausstellen. Nur: Gestern hat mir diese… Leicht verdauliche Fotoalben und eine Magen-Darm-Grippe weiterlesen
Mittendrin und aussen vor
Der erste Monat ist bereits vorbei. Höchste Zeit, um von mir hören zu lassen. “Wie funktioniert die Redaktion? Wie ist der Alltag in Myanmar?‘ – fragen die Freunde zu Hause. Bereits jetzt weiss ich, dass ich diesen Aufenthalt niemals missen möchte. Dennoch fallen meine Antworten in Richtung Schweiz unterschiedlich aus. Wohl auch deshalb habe ich… Mittendrin und aussen vor weiterlesen
Au cœur de Managua, se cache le quartier des ultras Sandinistes
Le quartier de Bello Horizonte et plus précisément le parc des 5 héros a été construit par Thomas Borge. Ce héros révolutionnaire, torturé dans les geôles du président Somoza, puis devenu ministre de l’intérieur une fois la révolution terminée, a installé peu à peu ses hommes de confiance autour de lui. Parmi eux, le père… Au cœur de Managua, se cache le quartier des ultras Sandinistes weiterlesen
Les lendemains de la révolution
Je suis arrivé à Managua depuis deux semaines. Alors que le pays se remet à peine du passage de l’Ouragan Nate les orages reprennent. En pleine saison des pluies, chaque averse se transforme en catastrophe pour les habitants les plus vulnérables. En quelques minutes, les rares trottoirs deviennent impraticables. La première dame Rosario Murillo, déclame… Les lendemains de la révolution weiterlesen