Auf Wiedersehen, Managua, und es möge dir gut gehen! Wirre Stadt der Strassen ohne Namen, du bist eine ungeplante Ansammlung von Häusern auf einem Fleck, der ebenso gut auch leer stehen könnte. Du bist laut, unerträglich heiss, stinkst und machst mir Angst, sobald der Tag von der Nacht eingenommen wird. Schnell und früh, sodass mich die… ¡Adiós, y que te vaya bien! weiterlesen
Kategorie: 2014
Strassenpolitik
„Why don’t you go out on the streets if you’re not happy with a decision“? Diese Frage stellte mir mein Kollege Amran, als wir uns letzthin über Politik in Bangladesch und der Schweiz unterhielten. Tja, wieso eigentlich nicht? Ich musste tatsächlich ein bisschen studieren um die richtigen Worte zu finden und bin mir bis… Strassenpolitik weiterlesen
My big fat Lao wedding
Was tun, wenn ausgerechnet der Redaktionskollege heiratet, den ALLE mögen? Ganz klar: Man produziert die Montagsausgabe bereits am Freitag und fährt im redaktionseigenen Minivan an die Hochzeit. „Frankly? It‘s crap“, die Rede ist von der Zeitung, für die ich momentan arbeite. Und das ist nicht etwa meine Einschätzung, sondern die der langjaehrigen Korrektorin. Die beiden… My big fat Lao wedding weiterlesen
Die Buren sind los
Das «Beisbolfieber-total» ist ausgebrochen. Ganz Nicaragua verfolgt mit geballter Spannung und ausgelassener Stimmung die finalen Runden des Nationalsports. Hier ein Blick in das Ambiente während des Spiels der Managua «Boers» gegen die Chinandega «Tigres». Die «Buren» aus der Hauptstadt konnten bei dieser Begegnung nach fünf Spielstunden unerwartet das Spiel wenden und sich ins Finale hieven.… Die Buren sind los weiterlesen
Im Bermudadreieck der Entwicklungshilfe II
Infastruktur zu bauen ist die einleuchtendste Art, die Entwicklung der Landbevoelkerung zu foerden. Aber was nuetzt eine neue Schule, wenn der Lehrer die Landessprache nicht beherrscht und seinen Lohn seit Wochen nicht erhalten hat? Unterwegs mit zwei Beratern der Entwicklungsindustrie. Die Anzeichen fuer den wachsenden Wohlstand der Privilegierten in Laos sind alles andere als subtil.… Im Bermudadreieck der Entwicklungshilfe II weiterlesen
Ja, wir schwimmen!
Die Halbzeit ist um und ich bin der Meinung, es ist höchste Zeit für einen ersten Rückblick auf unseren Aufenthalt hier in Nicaragua. Die kurze Fassung ist, dass wir im Alltag angekommen sind. Es gibt auch die Längere: Schon nach wenigen Tagen war klar, wir leiden in Managua an akutem Bewegungsmangel. Von Spaziergängen wird wegen der… Ja, wir schwimmen! weiterlesen
Im Bermudadreieck der Entwicklungshilfe
Bian und Tai sind professionelle Zweifler. Im Auftrag der Deza reisen die zwei vietnamesischen Berater in die entlegendsten Gebiete von Laos, um Hilfsprojekte zu evaluieren. Ich bin zwei Wochen mitgereist. Achtung, gleich kommen mehr Abkuerzungen, als im Wirtschaftsteil der NZZ. Das ist so in der Entwicklungsindustrie. Man spricht und schreibt vorwiegend in Kuerzeln, die ihrerseits… Im Bermudadreieck der Entwicklungshilfe weiterlesen
(Nicht so) stille Nacht
Ich würde mich zwar als eher Gläubigen Menschen bezeichnen, jedoch auf keinen Fall als Religiös. Meine Kirchenbesuche beschränken sich auf Beerdigungen und die Mitternachtsmesse an Weihnachten mit meinen Eltern. Und auch das nur weil ich die Tradition mag, mit Ihnen dorthin zu gehen. Letztes Jahr verbrachte ich Weihnachten auf der grossen Stupa in Bodnath, Nepal.… (Nicht so) stille Nacht weiterlesen
Falang in der Visa-Falle
Jeder Ausländer, den ich gefragt habe, hat mich beschwichtigt: Sehr simpel. Ein Kinderspiel! Das Visum für Laos kannst Du problemlos jeden Monat verlängern: Fahr einfach über die Freundschaftsbrücke auf die thailändische Seite und wieder nach Laos zurück. Eine Sache von ein, maximal zwei Stunden. Selbst meine Chefin bei der Vientiane Times, die mich stets in… Falang in der Visa-Falle weiterlesen
Schatten der Vergangenheit
Rot und Grün sind dieser Tage die prägendsten Farben des Stadtbildes. Fahnen in allen Grössen werden geschwungen. Die Menschen ziehen ihre besten Kleider an, besonders die Frauen wählen ihre Sarees und Salwar Kammes in den Nationalfarben. Blumenkränze unterstützen das Gesamtbild. Joy Bangla Rufe mischen sich in die tägliche Geräuschkulisse von hupenden Autos, fluchenden Rikschahfahrern… Schatten der Vergangenheit weiterlesen
Hier knallt’s gleich mal heftig
Nachdem uns den ganzen Monat Dezember hindurch einigermassen regelmässige «Bums» und «Pengs» begleitet haben, an die wir längst gewohnt sind, wird diese eigenwillige Knallkultur heute ihren Höhepunkt erreichen. Als Vorbereitung auf den Silvesterabend kauft man (Frau, Kind, Familie) am Strassenrand in Bretterbuden sackweise Knallkörper ein. Auch in Form von «Vjejos» (Alte), mit Sprengstoff ausgestopfte Puppen.… Hier knallt’s gleich mal heftig weiterlesen
«Der Anfang des Anfangs des Anfangs»
Die Weihnachtszeit schreit nach grossen Reden. In Nicaragua ist die Firstlady, Rosario Murillo, die wichtigste Predigerin. Zur Einweihung des Nicaraguakanals verrät die Poetin und Esoterikerin, wer das Grossprojekt wirklich in der Hand hält. Eine Übersetzung. An der Spitze Nicaraguas steht Daniel Ortega, ehemaliger Guerilla-Kämpfer und Revolutionär im Krieg gegen die Somoza-Diktatur. Eigentlich. Heute ist der… «Der Anfang des Anfangs des Anfangs» weiterlesen
Mi top ten de Bolivia
Ahora ya estoy en Bogotá, y parece que he envejecido bastante en el aire: Aquí nadie me dice Joven como en La Paz, todos me llaman Papa. Sin embargo, desde Colombia quería mencionar diez cosas particulares que me voy a recordar particularmente de mi tiempo en La Paz – por esta vez lo haré en… Mi top ten de Bolivia weiterlesen
Die Panamericana brennt
Während «die halbe Welt» in Nicaragua die «Grundsteinlegung» des umstrittenen Nicaraguakanals feiert, steht die andere Hälfte betroffen auf den Strassen. Sie wurden, wie sämtliche von der Regierung unabhänigen nationalen und internationalen Medien, falsch über die genaue Örtlichkeit und den Zeitpunkt des festiven Akts informiert. In der Region Rivas, wo der Kanal zukünftig durchführen soll, blockieren… Die Panamericana brennt weiterlesen
Ein Firmenessen wie «Benissmo» und Misswahl, aber gut
Wenn die Redaktion des «El Nuevo Diario» Königin und König krönt, der Chef ausgelassen Reggaeton tanzt und Andrea Bocelli interpretiert wird, dann ist das «so ein Anlass» zum Jahresende. Es gab schon seit Wochen Anzeichen dafür, dass etwas im Tun ist. Jeden Tag zur Mittagszeit verwandelte sich das Fotostudio der Redaktion in einen Übungsraum. Gleich… Ein Firmenessen wie «Benissmo» und Misswahl, aber gut weiterlesen
Ohhhh, Tannenbaum!
In Managua werden GROSSE Vorbereitungen für das Weihnachtsfest getroffen. Die Regierung sorgt mit viel Engagement dafür, dass man sich an den schönen Seiten des Lebens erfreut.
Empfängnis reloaded
Die «Gritería» anlässlich von Maria Empfängnis sorgt bereits in der Vorweihnachtszeit für viel Geschenke, und nebenbei auch Lärm. Vor allem, wenn man sich nach «León» begibt. Punkt 18 Uhr ertönt vor der grössten Kathedrale des Landes, auf dem Hauptplatz, begleitet von viel Brimborium der erste «Grito» (Schrei) des Priesters, gefolgt von ohrenbetäubendem Geknalle. Eine endlos… Empfängnis reloaded weiterlesen
Die neuste Langnase auf der Redaktion
Warum warme Socken und ein robuster Magen empfehlenswert sind. Und was Britney Spears mit mir gemeinsam hat. Mein erster Tag auf der Redaktion der Vientiane Times in Laos. Meine neue Chefin begegnet mir kauend. Sie nimmt auf dem Gang der Redaktion gerade das zweite Frühstück zu sich. Süsser Klebreis mit Kokosmilch und frischer Mango… Die neuste Langnase auf der Redaktion weiterlesen
Schurken, Monster und Helden
Rauch schwebt über dem Boden. Einzelne Blitze zucken durch den Himmel. Roter schein legt sich auf seine Rüstung. Der Ritter hebt das Schwert in den Himmel und verkündet mit donnernder Stimme, alle Unschuldigen vor den nahenden Drachen zu beschützen. Und die Menschen spenden tosenden Beifall ab dem Dargebotenen. Doch nicht eine Burg im Mittelalter… Schurken, Monster und Helden weiterlesen
Hinter den Mauern
In bolivianischen Gefängnissen ist der Staat absent, es herrscht eine von Schwerverbrechern orchestrierte Plutokratie. Mit Geld lässt sich hinter den Mauern praktisch alles organisieren. Für die Armen ist es die Hölle. Ein Streifzug. Zumaya Toco Guarachi sitzt auf einem Bänkchen in einer evangelischen Kirche mit dem Namen „lebendige Hoffnung“, und vis-a-vis von ihr haben sich… Hinter den Mauern weiterlesen