Selbsterkenntnis am «Amman Jazz Festival»

Rajeef ist ein ruhiger Mensch. Seit rund 20 Jahren ist der gebürtige Inder Journalist bei der Jordan Times (JT). Ich kenne ihn erst seit ein paar Tagen. Doch ich habe rasch gemerkt, dass er, kurz bevor er eine Entscheidung trifft, oft für einen kurzen Moment die Augen schliesst. Mir scheint, als ob er nochmals rasch… Selbsterkenntnis am «Amman Jazz Festival» weiterlesen

10 Tage in Tiflis: Von PK-Stress, Anfängerfehlern und georgischer Gastfreundschaft

Hektik kurz vor der Pressekonferenz.

Mein erster Einsatz als Reporterin in Georgien beginnt mit einer filmreifen Szene. Etwa 30 Kameraleute und Journalisten warten vor einem Hotel in Tiflis. Die Hauptstadt erwartet hohen Besuch. Josep Borrell, hoher Vertreter der EU für Aussen- und Sicherheitspolitik, hat eine Pressekonferenz angekündigt. Georgiens Bestreben, eines Tages der EU beitreten zu können, ist eines der Hauptthemen… 10 Tage in Tiflis: Von PK-Stress, Anfängerfehlern und georgischer Gastfreundschaft weiterlesen

Qualitätsjournalismus finanzieren – hier wie dort ein Problem

Unspektakuläre Fassade, toller Inhalt: das Frontier-Büro in Downtown Yangon.

Meine Zeit beim Frontier ist schon seit ein paar Wochen durch – für ein paar Projekte für Schweizer Medien bin ich allerdings immer noch im Land. Wem auch immer unter den Ausländern ich während meiner Zeit in Yangon erzählt habe, dass ich beim Frontier arbeite, der hatte bloss lobende Worte für dessen Berichterstattung übrig. Wenn ich… Qualitätsjournalismus finanzieren – hier wie dort ein Problem weiterlesen

Symbolbilder-ABC. Teil 2: N-Z

N wie Nay Pyi Taw Vor 2005 heimlich als neue Hauptstadt von Myanmar aus dem Boden gestampft, was die Paranoia des Regimes abbildet. Nach offizieller Lesart wurde der Regierungssitz deswegen 300 Kilometer nach Norden verlegt, weil die alte Hauptstadt Yangon zu bevölkert geworden war, zu eng besiedelt, um den Ministerien den nötigen Platz für weiteres… Symbolbilder-ABC. Teil 2: N-Z weiterlesen

Revolutions-Tagebuch auf Instagram

Das Mobiltelefon ist schnell zur Hand, und Stories können rasch aufdatiert werden. Hier gibt es meinen persönlichen Insta-Eindruck über die vergangenen Tage in Beirut. Seit zehn Tagen haben die Proteste im Libanon nicht nachgelassen. Geschätzte zwei Millionen Menschen waren auf der Strasse – fast die Hälfte der Bevölkerung. Sie protestieren gegen die korrupte Polit-Elite, die… Revolutions-Tagebuch auf Instagram weiterlesen

„Thawra“ Tag 3 – Aufstehen nach dem Crackdown

Photocredit: Chiara Ferilli

LIBANON: Die Sonne geht hinter der grossen Moschee unter, das Licht ist fantastisch. «Wir wollen Freiheit, eine faire Regierung», sagt mir die junge Frau auf dem Martyrs’ Square in Downtown Beirut, inmitten von Dabke-Musik und Gesängen. Ich will nachhaken, sie sieht mich ungläubig an – es sei doch klar, warum. Tatsächlich haben mir das in… „Thawra“ Tag 3 – Aufstehen nach dem Crackdown weiterlesen

Journalismus zwischen Himmel und Hölle

Blick aus einer Rooftop-Bar im Stadtzentrum Richtung Süden und den Yangon River.

Dass sich die Behörden in einem Land, das erst seit sieben Jahren so etwas wie Pressefreiheit (mit gewichtigen Ausnahmen) kennt, keine Transparenz-Ziele nach westlichem Vorbild stecken: kaum überraschend.  Dass die Informationsbeschaffung über informelle Kanäle hier, wo nur eine kleine Minderheit gut Englisch spricht, harziger ist als daheim: geschenkt.  Aber dass die Medienstellen von drei der vier… Journalismus zwischen Himmel und Hölle weiterlesen

Von heiligen Kühen und Elefantengöttern

Kathmandu Diaries #3: Das Leben in Patan ist ein einziges religiöses Fest – oder so erscheint es zumindest dem westlichen Besucher. Seit ich hier angekommen bin, treffe ich fast jeden Tag auf eine Prozession, heilige Gesänge, mit Butterlämpchen erleuchtete Tempel.   Gleich unter meinem Schlafzimmerfenster befindet sich ein kleiner Tempel. Dort wurde während eines gesammten… Von heiligen Kühen und Elefantengöttern weiterlesen

L’Yverdonnois Georges Duriaux est le prince des oiseaux du Nicaragua

Écotourisme L’ancien coopérant a créé l’une des réserves naturelles les plus importantes de ce pays d’Amérique centrale. Et a marié habilement tourisme et production de café pour vivre de sa passion: l’ornithologie  Photo Valerian Mazataud   C’est au Nicaragua, à 170 kilomètres de la capitale et à plusieurs milliers de son Yverdon (VD) natal, que… L’Yverdonnois Georges Duriaux est le prince des oiseaux du Nicaragua weiterlesen

Avec humour, El Techo parle des quartiers populaires de la Havane

Yasmani, Anita et Vito sont trois jeunes cubains. Comme s’ils ne faisaient pas assez confiance au monde extérieur pour descendre dans la rue, leur seul horizon consiste en une infinité de toits. Présenté dans le cadre du festival de cinéma Ibéro-Américain, le film a fait rire les spectateurs du Ciné Galerias (un des innombrables centres… Avec humour, El Techo parle des quartiers populaires de la Havane weiterlesen

Myanmars Frauen – oder wie eine Zahnärztin gegen eine Nuss kämpft

Die Zahnärztin Aye Muyar Soe zieht Zähne im Akkord und durchbricht Geschlechterrollen.

Mindestens alle 15 Minuten rutscht ein Zahn in den gelben Becher. Aye Muyar Soe arbeitet im Akkord. Die Zahnärztin bohrt, versiegelt Füllungen und zieht Zahn um Zahn. Unter ihren routinierten Handgriffen spannen sich die Muskeln der Kinder. Mädchen und Buben liegen auf dem Zahnarztstuhl – die meisten nicht zum ersten Mal. Es sind Kinder im… Myanmars Frauen – oder wie eine Zahnärztin gegen eine Nuss kämpft weiterlesen

Au cœur de Managua, se cache le quartier des ultras Sandinistes

Le quartier de Bello Horizonte et plus précisément le parc des 5 héros a été construit par Thomas Borge. Ce héros révolutionnaire, torturé dans les geôles du président Somoza, puis devenu ministre de l’intérieur une fois la révolution terminée, a installé peu à peu ses hommes de confiance autour de lui. Parmi eux, le père… Au cœur de Managua, se cache le quartier des ultras Sandinistes weiterlesen

Les lendemains de la révolution

Je suis arrivé à Managua depuis deux semaines. Alors que le pays se remet à peine du passage de l’Ouragan Nate les orages reprennent. En pleine saison des pluies, chaque averse se transforme en catastrophe pour les habitants les plus vulnérables. En quelques minutes, les rares trottoirs deviennent impraticables. La première dame Rosario Murillo, déclame… Les lendemains de la révolution weiterlesen

Von Journalisten, Farben, Formen und Geschmäckern

Zeit, wieder einmal etwas von mir hören zu lassen. Mittlerweile bin ich seit einem Monat in Haiti. Geschrieben und erst recht publiziert habe ich noch nicht allzu viel. Leider. Aber damit muss ich leben. In diesem Land geht vieles, eigentlich gar das Allermeiste sehr, sehr langsam. Bis anhin habe ich meine Zeit vor allem damit… Von Journalisten, Farben, Formen und Geschmäckern weiterlesen

Ein Konflikt so nah und doch so fern

Ein Pandabär schwebt durch die Luft. Neben ihm flattern ein pinker Delfin und ein Löwenkopf. Der Verkäufer preist seine Ballone lauthals an. Ein Meter weiter zischt es. Eine Frau dreht runde, kleine Teigböden im Öl. Neben dem Herd kühlen in einem Korb die fertigen Snacks aus: Motw Lan Ma yar heissen sie, klärt mich später… Ein Konflikt so nah und doch so fern weiterlesen

Bei den Reichen lernt man sparen, bei den Armen lernt man schenken

Kargad, Tbilisi! Es ist Zeit die Koffer zu packen und zurück in die Schweiz zu reisen. In den zwei Monaten durfte ich vieles lernen und erleben. Drei Dinge sind mir hier besonders aufgefallen und werde mich in Zukunft immer wieder an meine Zeit in Georgien zurückdenken lassen. Gäste sind Könige Bildung ist der Grundstein einer guten… Bei den Reichen lernt man sparen, bei den Armen lernt man schenken weiterlesen

Georgia Today verpasst eine riesige Chance

Georgier sind handysüchtig. Egal wo sie sind, ihr Handy ist stets griffbereit und auch nie auf lautlos gestellt. Im Kino, an Medienkonferenzen oder beim Essen: Keiner geniert sich, wenn das Handy klingelt. Kein Wunder also, wird das Handy auch benutzt, um sich über das aktuelle Weltgeschehen zu informieren. Eine Studie aus dem Jahr 2016 zeigt, dass für… Georgia Today verpasst eine riesige Chance weiterlesen